Projekte

Dr. Markus Häfner

AUSSTELLUNGEN, TAGUNGSBEITRÄGE & VORTRÄGE

Bild: Medienzentrum Hanau

Impressionen der Ausstellung (Bilder: Markus Häfner)

AUSSTELLUNGEN

 

Dr. Eugen Gebeschus (1855-1936) - Leben und Wirken in Hanau

Tafelausstellung im Stadtladen/Rathaus Hanau, 15.09.2016 bis 29.01.2017

Kurator der Ausstellung

 

Gebeschus wirkte seit 1893 als Oberbürgermeister der Brüder-Grimm-Stadt. 1916, vor 100 Jahren, trat er nach 23 Jahren aus gesundheitlichen Gründen von seinem Amt zurück. Anlässlich dieses Jahrestages wirft die Tafelausstellung einen Blick auf sein Leben und Wirken, auf die Stadt im Kaiserreich und das bürgerliche Selbstverständnis im 19. Jahrhundert. In Gebeschus‘ Amtszeit fallen beispielsweise die Eingemeindung Kesselstadts nach Hanau, der Bau der Lamboy-Kasernen, die Anfänge der Hanauer Straßenbahn, der Ausbau der Gas-, Wasser- und Stromversorgung sowie die Planungen für den Mainhafen.

 

Hanaus Einwohnerzahl verdreifachte sich im 19. Jahrhundert von 12.000 (1812) auf 32.000 Einwohner (1905). Das fortschreitende Bevölkerungswachstum führte zu einer kontinuierlichen Ausweitung der Fürsorge- und Verwaltungsaufgaben der Städte, die dieser Entwicklung mit einem breiten Programm an Baumaßnahmen

begegneten. Die Professionalisierung der Verwaltung mit ausgebildeten Juristen wie Gebeschus an der Spitze, das bürgerliche Selbstverständnis zum Wohle der Gemeinschaft einzusetzen und neue wissenschaftliche Erkenntnisse im Bereich Hygiene und Städtebau ergänzten sich zu einem Reformpaket, die den Städten an der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert eine neue Struktur gaben. Gebeschus hat daran erheblichen Anteil für die Stadtentwicklung Hanaus.

Die Ausstellung basiert auf Forschungen des dritten Hanauer Stadthistorikers Dr. Markus Häfner. Sie wird vom Fachbereich Kultur, Stadtidentität und Internationale Beziehungen und dem Hanauer Geschichtsverein präsentiert und läuft bis 29. Januar 2017.

Die Selektion von Entebbe? [in Kooperation mit der Bildungsstätte Anne Frank]

Bildungsstätte Anne Frank, 21.09.2016 bis 21.12.2016

Projektleiter des studentischen Ausstellungsprojektes

 

Zur Projekthompage: www.selektion-von-entebbe.de

 

Die Ausstellung erzählt ausgehend von den Aussagen der Zeitzeug*innen der "Selektion" von Entebbe im Jahr 1976 die Entstehung und Entwicklung der antisemitischen Deutungsweise der Gefangenenaufteilung. Sie stellt die Opfer und ihre Erinnerungen in den Mittelpunkt, wobei viele Fragen zum Ereignis selbst im Unklaren bleiben. Letztlich geben nur die sich zum Teil stark unterscheidenden Aussagen der Geiseln selbst ein authentisches Bild der Aufteilung, doch wurden diese Widersprüche ohnehin von den einen wie den anderen für die eigene Perspektive instrumentalisiert.

 

Die Ausstellung wurde von Studierenden am Historischen Seminar der Goethe-Universität unter Leitung von Dr. Torben Giese und Dr. Markus Häfner kuratiert. Im Zuge der Third Mission und des Service Learning als zentrale Aspekte des Selbstverständnisses der Goethe-Universität haben die beiden Lehrenden in zwei Lehrveranstaltungen mit den Studierenden das Konzept für die studentische Ausstellung „Die Selektion von Entebbe?“ entwickelt und die Studierenden praxisnah angeleitet, wie ein solches Projekt mit außeruniversitären Partnern umgesetzt wird.

Plakat: Institut für Gebrauchsgrafik

36 Stifter für eine Idee

Goethe-Universität Frankfurt am Main, 10.04.2014-26.10.2014

Studentischer Kurator der Ausstellung

 

Die Ausstellung stellt die Rolle der jüdischen Stifter für die Gründung der ersten freien, liberalen, to­leranten und vom Staat unabhängigen Universität Frankfurt am Main in den inhaltlichen Mittelpunkt. Grund­legend ist die These, dass einerseits die jüdischen Stifter in ihrer Weltoffenheit, Zukunftsorientierung und Toleranz die Gründung mit der Universität deshalb mit ih­rem Kapital ermöglichen, weil die Hochschule besonders tolerant, liberal, frei und unabhängig werden soll­te und wurde. Und umgekehrt anderseits, dass die Hochschule deshalb besonders frei, tolerant, frei und unabhängig wurde, da sich so viele jüdische Stifter für die Gründung engagierten.

 

Aus dieser Verknüpfung heraus entstand die Frankfurter Universität, die die erste liberale, tolerante, freie und vom Staat un­abhängige Universität im Deutschen Reich war. Inhaltlich konzentriert sich die Ausstellung auf die Jahre 1909 bis 1914, da in diesem Zeitraum durch die Existenz einer ersten entsprechenden Universitätssatzung ganz bewusst für eine tolerante, liberale und freie Hochschule gestiftet werden konnte.

 

Insgesamt werden 36 jüdische Stifter als Mitglieder des Frankfurter Wirtschaftsbürger­tums und als Stifter der Universität kurz biographisch vorgestellt - zum einen aus wissenschaftlicher Perspektive und zum zweiten persönlich von den in der Ausstellung medial präsenten studentischen Kurato­ren.

Wiesbaden loves JFK - Die Erinnerungen an den Kennedy-Besuch 1963

Stadtmuseum Wiesbaden 2013

Entwickler einer geolocation-basierten APP zur Route des Kennedybesuches in Wiesbaden

 

Die APP verknüpft den historischen Raum des Kennedybesuchs in Wiesbaden entlang der Route Wilhelmstraße - Friedrich-Ebert-Allee - Kurhaus mit der Ausstellung „Wiesbaden liebt JFK – Der Kennedy-Besuch 1963. Die Erinnerungen“ im Schaufenster Stadtmuseum.

 

Dabei reagiert die App auf den Standpunkt des Nutzers und liefert dem Nutzer Info-, Bild- und Filmmaterial zum Kennedy-Besuch in Verbindung mit interaktiven Quizelementen.

Foto: Stadtmuseum Wiesbaden

Hanau - Wiederaufbau unserer zerstörten Stadt (Bürgerfestausstellung)

Überarbeitung und Ergänzung 2012 und 2013

950 Jahre Kesselstadt - Vom Kastell zum Stadtteil

Kurator in Zusammenarbeit mit dem Historischen Museum Hanau 2008/2009

 

Die Ausstellung skizzierte in den Sonderausstellungsräumen von Schloss Philippsruhe in sieben Räumen die Geschichte des Hanauer Stadtteils von der Vor- und Frühgeschichte bis in die Gegenwart. Zu sehen waren Exponate aus Grabungen des Hanauer Geschichtsvereins und 40 Leihgaben.

Impressionen der Ausstellung (Bilder: Markus Häfner)

TAGUNGSBEITRÄGE

 

2015

  • 6.7.2015 – Tag der Lehre, Frankfurt: IG Farben-Haus 3D | ReBiB | Lehrforschungsprojekt USE (3 Posterpräsentationen)

 

2014

  • 7.7.2015 – Studienkongress UNIversal, Frankfurt: Begrüßung der Tagungsteilnehmer, Sessionleiter
  • 13./14.03.2014 – GML² 2014, FU Berlin: IG Farben-Haus 3D: Das Studium spielerisch erkunden (Vortrag)

 

2013

  • 2.-5.9.2013 – GMW 2013, Frankfurt: Poelzig-Bau 3D (Vortrag)
  • 9.4.2013 – Lernbar-Anwendertreff, Frankfurt: ReBiB - Online-Selbstlernmodule zu wissenschaftlichen Arbeitstechniken (Vortrag)

 

2012

  • 5.12.2012 – eLearning-Netzwerk-Tag, Frankfurt: Studentische Beiträge zur Universitätsgeschichte (StuBuG): Einsatz eines Semantic Wiki (Vortrag)

VORTRÄGE

 

2016

  • Eugen Gebeschus - Versuch einer Charakteristik
  • Hanau im 20. Jahrhundert

 

2015

  • »Jede Stadt braucht ihr Gesicht« - Der Wiederaufbau Hanaus nach 1945

 

2014

  • Hanaus städtische Entwicklung an der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert

 

2009

  • „Viele hatten nur das nackte Leben gerettet“. Hanau zwischen Zerstörung, Enttrümmerung und Hoffnung 1945-1949
  • „Neues Leben wächst hier aus Ruinen“. Der Wiederaufbau in Hanau 1949-1958
  • Eingemeindung, NS-Zeit, Nachkriegszeit, Weststadt. Kesselstadt im 20. Jahrhundert

 

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